Schutz durch Therapie

Als Schutz durch Therapie wird eine Safer-Sex-Methode durch die Einnahme von HIV-Medikamenten bezeichnet. Mit ihrer Anwendng lässt sich eine HIV-Ansteckung verhindern.

Wie funktioniert Schutz durch Therapie?

Wenn ein HIV-Positiver regelmäßig seine HIV-Medikamente nimmt, wird die Menge an HI-Viren in seinem Körper immer weniger. Die Virenzahl kann so gering werden, dass Sie im Blut beinah nicht mehr nachgewiesen werden kann. Ist das dauerhaft (aber mindestens 6 Monate) der Fall, kann ein HIV-Positiver niemanden mehr mit HIV infizieren. Weder über Blut, noch durch Sperma. Zum Schutz durch Therapie gehört auch der regelmäßige Besuch beim Arzt, der die Blutwerte kontrolliert.

Wie sicher ist Schutz durch Therapie?

Es ist bislang kein einziger Fall bekannt, bei dem es unter Schutz durch Therapie zu einer HIV-Infektion kam.

Woher weißt du, dass der Schutz durch Therapie wirksam ist?

Wenn erstens die Virusmenge dauerhaft unter 50 Kopien pro Milliliter Blut liegt, zweitens die HIV- Medikamente ordnungsgemäß eingenommen werden und drittens ein regelmäßiger Check-up beim Arzt erfolgt, kannst du davon ausgehen, dass Schutz durch Therapie wirksam ist.

Was solltest du noch wissen?

Wenn die Medikamente häufiger vergessen werden, steigt auch die Menge an Viren im Blut. Je höher die Virusmenge, desto höher das Infektionsrisiko. Schutz durch Therapie schützt nur vor HIV, nicht vor anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI). HIV-Medikamente sollten nicht ohne ärztliche Begleitung eingenommen werden.