PEP - Die Pille danach

Falls das Kondom abrutscht, reißt oder im Eifer des Gefechts ganz vergessen wurde und du nicht weißt ob dein Date wirklich negativ war oder dein positiver Sexpartner unter der Nachweisgrenze ist (Schutz durch Therapie), dann ist PEP (Post-Expositions-Prophylaxe) genau das Richtige für dich.

Was ist PEP?

Die PEP ist eine kurzzeitige medizinische Behandlung mit HIV-Medikamenten.

Wie funktioniert PEP?

Die PEP sorgt dafür, dass sich der Virus in deinem Blut nicht vermehren kann, um eine Ansteckung zu verhindern. Mit der Behandlung sollte so früh wie möglich begonnen werden. Spätestens jedoch 72 Stunden nach einem Risiko. Die Medikamente werden 30 Tage lang eingenommen.

Wie sicher ist PEP?

PEP funktioniert mit einer Sicherheit von 80 Prozent. Der Erfolg ist abhängig von Therapiebeginn und Therapietreue.

Wann ist eine PEP sinnvoll?

Wenn du ungeschützten Analverkehr hattest und du dir über den HIV-Status deines Sexpartners nicht sicher bist, kannst du PEP bekommen. Eine PEP wird klar empfohlen, wenn du sicher bist, dass dein Sexpartner HIV-positiv und nicht unter der Nachweisgrenze (Schutz durch Therapie), sprich infektiös ist. Bei ungeschütztem Oralverkehr wird keine PEP vergeben.

Wo bekommst du PEP her?

In so genannten PEP-Notfalldepots. Die unten genannten Einrichtungen sind rund um die Uhr erreichbar. Um die Kosten für die Erstbehandlung kümmert sich in MV die jeweilige Klinik. Eine Überweisung ist also nicht nötig.

PEP-Notfalldepots in deiner Nähe