Gummi - Pariser - Lümmeltüte

Kondome bieten guten Schutz gegen HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen (STI). Im Folgenden erfährst du was es zu beachten gilt, damit das Kondom auch wirksam schützt und nicht unangenehm für Dich ist.

Wie verwendest du ein Kondom richtig?

Vor dem Kondomgebrauch sollte jeglicher Intimschmuck entfernt werden. Das Kondom wird mit den Fingern an der perforierten Seite der Packung geöffnet. Benutze dafür keine Schere, andere spitze Gegenstände oder die Zähne. Dadurch könntest du das Kondom beschädigen. Halte das Kondom am Reservoir (oberen Zipfel) mit Daumen und Zeigefinger fest, setze es auf die Spitze des steifen Penis und roll es mit der anderen Hand vollständig ab. Falls du es versehentlich falsch herum aufgesetzt hast und es sich darum nicht abrollen lässt, drehe es nicht um, sondern benutze ein neues. Bei längerem Sex solltest du alle 30 Minuten ein neues Kondom verwenden.

Wie sicher sind Kondome?

Ein Kondom schützt statistisch gesehen zu 95 Prozent vor HIV. Die restlichen 5 Prozent sind zumeist auf Lagerungs- und Anwendungsfehler zurückzuführen. Sie schützen zudem gut gegen andere sexuell übertragbare Infektionen (STI) jedoch auch nicht zu 100 Prozent.

Was solltest du beim Kauf eines Kondoms beachten?

Achte zunächst auf das Verfallsdatum und Prüfsiegel. Kondome mit einem CE-Zeichen auf der Verpackung (Prüfsiegel) werden bei der Herstellung auf ihre Qualität geprüft. Auch Kondome werden nach Ablauf des Verfallsdatums unbrauchbar. Der Latex verliert seine Stärke und Elastizität und das enthaltene Schmiermittel stockt und fängt an zu riechen. Für einige ist der Latexgeruch von Kondomen sehr unangenehm. Als Alternative gibt es Kondome mit verschiedenen Geruchsrichtungen (Erdbeere, Banane etc.) oder geruchsarme Kondome. Sollte trotz der richtigen Größe ein Kondom unangenehm sein, versuche es mit einer anderen Marke, denn Kondom ist nicht gleich Kondom.

Richtige Größe
Zu kleine Kondome können unangenehm eng anliegen, Schwierigkeiten beim Überziehen bereiten und reißen. Zu große Kondome wiederum können abrutschen. Kondomgrößen werden in Millimetern angegeben und geben Dir Auskunft über die Breite eines Kondoms. Um zu schauen welche Größe du brauchst, kannst du den Umfang bzw. Durchmesser deines steifen Penis, an der dicksten Stelle messen. Dafür gibt es bspw. das so genannte Kondometer. Verschiedene Kondomhersteller bieten aber auch eigene Messgeräte an. Die Länge des Penis ist dafür nicht wichtig. Letztlich solltest du ein paar Größen ausprobieren um herauszufinden, welche dir am besten passt. Standardkondome haben eine Breite von 52-54 mm. Kostenfreie Kondome haben meistens diese Größe.

Richtige Wandstärke
Beim Analverkehr können Standardkondome schneller reißen als beim Vaginalverkehr. Deshalb gibt es Kondome mit dickerer Wandstärke, die extra für den Analverkehr gemacht sind. Diese stärkeren Kondome haben meist eine Wandstärke von 0,09 mm. Standardkondome entsprechen der europäischen Norm von 0,06 mm.

Richtiges Material
Kondome sind standardmäßig aus Latex hergestellt und mit Silikonöl angefeuchtet. Für Allergiker gibt es auch Latexfreie Kondome aus Polyurethan. Solltest du das Silikonöl nicht vertragen kannst du auch trockene Kondome kaufen.

Welches Gleitgel ist für Kondome geeignet?

Gleitgele die für Kondome geeignet sind, sind entweder wasserbasiert oder aus Silikon. Nicht als Gleitmittel für den Kondomgebrauch geeignet sind organische fett- und/oder ölhaltige Produkte. Dazu gehören u.a. Vaseline, Babyöle, Körperlotions, Massageöle und Speisefette. Sie können das Kondom rissig machen. Spucke ist als Gleitgel ebenfalls ungeeignet, da sie Erreger von sexuell übertragbaren Infektionen enthalten kann.

Was solltest du noch wissen?

Du solltest Kondome nicht knicken. Eine falsche Aufbewahrung, zum Beispiel wochenlanges Tragen im Geldbeutel oder der Hosentasche kann das Kondom beschädigen. Zudem solltest du das Kondom vor häufigen Temperaturschwankungen schützen.